Norddeutsches Treffen

Immer wieder eine Quelle der Inspiration für unsere Arbeit ist das alljährliche Treffen mit Vertretern anderer Deutsch-Polnischer Gesellschaften aus dem Norddeutschen Raum, das auch dieses Jahr Anfang März in den gemütlichen Räumlichkeiten des polnischen Generalkonsuls in Hamburg stattfand. Unter dem fast lebensgroßen Porträt des bekannten polnischen Pianisten, Komponisten und Politikers Ignacy Paderewski berichteten elf Gesellschaften sowie das Konsulat selbst über ihre vielfältigen Pläne für das laufende Jahr. Im Kontrast zu den eher düster stimmenden Entwicklungen unter der neuen Trump-Administration in den USA stand der strahlende Sonnenschein über Hamburg, der zum obligatorischen Gruppenfoto auf der Terrasse einlud.

Während in der DPG Schneverdingen bisher die Partnerschaftsarbeit im Mittelpunkt stand, sind das Hauptanliegen der meisten anderen Gesellschaften Kultur- und Bildungsarbeit zu unserem östlichen Nachbarland: Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, Filme, ein großes Kulturfest, aber auch einfache deutsch-polnische Stammtische für den zwanglosen Austausch unter Polen-Interessierten gehören zum Reigen der angebotenen Veranstaltungen. In Bremen hatte man dieses Jahr besonders viel auf dem Zettel, denn dort standen diesmal auch das 50-jährige Vereinsjubiläum und die Organisation des Bundeskongresses im November auf dem Programm.

Auch die Vermittlung der polnischen Sprache spielt in einigen Gesellschaften eine wichtige Rolle. Bisher ging es dabei vor allem um den Unterricht von Polnisch als Herkunftssprache. „Wir wollen jetzt stärker auch Polnisch als Fremdsprache fördern“, sagte Konsulin Marzena Szczypulkowska-Horvath Das haben wir Schneverdinger natürlich gern gehört, denn für unsere Jugendlichen haben wir genau das erstmals angeboten, um sie noch besser auf ihre nächste Begegnung mit Gleichaltrigen in Barlinek vorzubereiten. Gut gestärkt vom wie immer leckeren Büfett und mit einem enorm erweiterten Horizont für das deutsch-polnische Engagement traten wir wieder den Heimweg an. Herzlichen Dank an die Freunde von der DPG Hamburg, die wie immer dieses bereichernde Treffen ausgerichtet haben.

Jugendprojekte

Nachdem vor einem Jahr acht Schneverdinger Jugendliche eine tolle Zeit in Barlinek gehabt hatten, kamen im Juli 2024 die acht Mädchen aus unserer Partnerstadt zum Gegenbesuch
zu uns. Unter dem Motto „Von Moorhexen und Heidschnucken - Leben auf dem Lande gestern und heute“ verbrachten sie fünf Tage mit den Schneverdingern, die das Programm selbst vorbereitet hatten. Polen und Deutsche übernachteten gemeinsam
im Feriendorf am Pietzmoor.

 

Das Projekt wird im Juli 2025 in Barlinek fortgesetzt - das vorläufige Programm findet sich HIER

Zusammenarbeit der Chöre

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Projekte mit Chören zwischen den Partnerstädten. Die Chöre haben sich aber fast alle aufgelöst - wie kann es also auf dieser Ebene weitergehen? Ireks Band - das sind 7 Sängerinnen aus dem ehemaligen Chor Halka sowie 5 Instrumentalisten bilden einen kleinen Chor, der die gesamte Bandbreite der polnischen Chormusik beherrscht. Sakrale Stücke, volkstümliche Melodien und moderne Stücke, die für Chormusik bearbeitet wurden, gehören zum Repertoire. Der Gute-Nachricht-Chor aus Schneverdingen ist in den meisten Kirchen Schneverdingens zu Hause - und erfreut seine Zuhörer mit fröhlicher und besinnlicher Kirchenmusik. Am 20.01.2024 um 16.00 Uhr haben die beiden Chöre in der Grundschule Osterwald ein gemeinsames Konzert gegeben - und auch beim Gottesdienst am folgenden Sonntag konnte man die Chöre noch einmal in der Eine-Welt-Kirche bewundern.

Schüleraustausch - Erasmus

Unsere Fahrt nach Barlinek im März 2023 – Bericht über das Erasmus-Projekt der KGS Renewable is the future!

 

Am Morgen des 09.03. trafen wir uns früh am Bahnhof in Schneverdingen. Von dort aus mussten wir aufgrund eines ausfallenden Zuges spontan Fahrgemeinschaften nach Buchholz bilden. Von dort aus fuhren wir dann mit dem Zug nach Hamburg, wo die schwedische Gruppe bereits auf uns wartete. Ab dann fuhren wir gemeinsam mit Bus und Bahn nach Barlinek und wurden dort von den Polen herzlich empfangen. Sechs von zehn mitfahrenden Deutschen wurden von ihren polnischen Gastfamilien aufgenommen, die ihnen die Stadtmitte, sowie die Parks zeigten. Die restlichen Deutschen, die Schweden und die Lehrerinnen fuhren dann mit dem Bus ins naheliegende Hotel, wo auch die Iren schon warteten. 

Am 10.03. war unsere erste Aktivität ein freundlicher Empfang des Bürgermeisters im Rathaus. Er erzählte sowohl von der Waldkönigin als auch vom sehr begehrten Nordic Walking in der Region, sowie von anderen Sehenswürdigkeiten in Barlinek. Direkt im Anschluss fuhren wir in Richtung Stettin und bekamen – im Schneegestöber – eine kleine Tour durch das dort ansässige mit Solarenergie betriebene Wasserwerk. In einer Gruppenarbeit erstellten wir eigene Quizze über Solaranlagen und erneuerbare Energien, welche wir vor der gesamten Gruppe präsentierten, um unser gegenseitiges Wissen zu erweitern. Zum Abschluss des Tages gingen wir alle gemeinsam in ein Restaurant und aßen Schnitzel.

 

Am 11.03 starteten wir mit einer kurzen Runde Nordic Walking in den Tag. Dann wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt, in denen wir drei verschiedene Stationen in der Papiermühle von Barlinek durchliefen. Diese waren die Herstellung von Papier, eine Führung durch die Mühle und eine Präsentation von einem Film, der in dieser Mühle gedreht wurde. Nach diesen Aktivitäten gab es ein abschließendes Lagerfeuer mit Brot und Suppe. Im Anschluss gingen wir gemeinsam bowlen und haben Pizza gegessen. Den 12.03. verbrachten alle Austauschschüler/innen bei den Gastfamilien. Auch die, die im Hotel untergebracht waren, wurden an diesem Tag von polnischen Familien abgeholt. Der Tag konnte dann nach Lust und Laune von den Gastgebern gestaltet werden: Manche blieben in Barlinek, einige fuhren nach Stettin, andere gingen Eislaufen und vieles mehr. Alle Schüler/innen haben diesen Tag in besonders guter Erinnerung. Am 13.03. wurde, auf dem Weg zu der Grundschule, die Friedenseiche von Barlinek eingeweiht. Hierzu kamen der Bürgermeister und die Schulleiterin an den See und gemeinsam mit der Projektkoordinatorin Frau Schmaler wurde das Band am Gedenkstein feierlich durchtrennt. Im Anschluss gingen wir in die Grundschule in Barlinek. Uns wurden dort sowohl der Unterricht als auch die Technologien, Roboter und 3D-Drucker, vorgestellt. 

Auf dem Schulhof pflanzten wir dann zum Abschluss unseren letzten Baum im Rahmen des Projektes „Challenges, Choices, Changes: Our Mutual Footprint“. 

Als wir zurück in der weiterführenden Schule waren, stellten wir recycelte Kleidung her, welche wir dann in einer Modenschau präsentierten. Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Polen trafen wir uns wieder in der Schule, wo wir unsere internationale Kleidertauschbörse durchführten und unsere eigenen Turnbeutel mit Stickern rund um erneuerbare Energien designen konnten. Im Anschluss gingen wir golfen, und zwar auf einem Golfplatz, der auf einer Mülldeponie errichtet wurde. Uns wurde der Golfplatz gezeigt und wir wurden über dessen Geschichte informiert. Hier wurden wir von der lokalen TV-Station begleitet. Auf dem Rückweg machten wir Halt in den Wäldern von Barlinek, aßen gemeinsam, besuchten eine Kirche und liefen zu einem See. Am Abend fand für alle eine Party im Hotel statt. Es wurde ein großes Buffet für uns bereitgestellt, welches aus diversen Snacks, wie Chips und Keksen, sowie Getränken bestand. Wir lernten traditionelle Tänze der anderen Länder, wie zum Beispiel den ,,Belgian Dance`` aus Polen kennen. Danach gingen alle zurück zu ihren Gastfamilien oder ins Hotel und ruhten sich aus. Zuhause angekommen packten wir unsere Koffer für die Abreise am nächsten Morgen. Am Tag der Abreise mussten wir uns zuerst von den Iren verabschieden und die in Familien untergebrachten Schüler/innen wurden zum Hotel gebracht und verabschiedeten sich von ihren Gastfamilien. Vor Ort wartete ein Bus, der uns und die Schweden nach Stettin fuhr. Unsere Reise mit den Schweden endete in Hamburg. Auch dieser Abschied war tränenreich und herzlich. Spät abends endete unsere Reise in Schneverdingen. Dort wurden wir von unseren Familien in Empfang genommen. Es war eine tolle Reise, mit vielen Programmpunkten und tollen Leuten!

    

Text: Britta Schmaler – KGS Schneverdingen

Bürgerreisen nach Polen

Thorn - 

UNESCO-Weltkulturerbe lädt zum Kulturtrip ein

 

Unweit der Stadtmauern von Thorn liegt das Hotel 1231. Die Zahl steht für ein Jahr - direkt neben dem Hotel befinden sich die Ruinen einer Kreuzritterburg und wenn man durch das Stadttor geht, ist man direkt an der Weichsel. 

Die Altstadt von Thorn ist UNESCO-Weltkulturerbe - und die Reise nach Thorn die schönste und anspruchsvollste, die die Deutsch-Polnische Gesellschaft Schneverdingen jemals organisiert hat.

Vom 20.- 25.09.2023 ging es in die Kupernikus-Stadt - in eben dieses gediegene Hotel, direkt am Rande der Altstadt und nur wenige Schritte vom historischen Rathaus entfernt. Drei Tage lang konnten die Teilnehmenden die Geschichte von Thorn hautnah erleben. Ein Museum lässt das Wirken des Astronomen Kopernikus lebendig werden, ein anderes zeigt die Geschichte des Pfefferkuchens mit seinem Geheimrezept und seiner besonderen gesundheitlichen Wirkung. 

Dutzende gediegener Gaststätten laden zum Verweilen ein; Kirchen können besichtigt und der Rathausturm bestiegen werden. Ein großes Freilichtmuseum am Rande der Altstadt zeigt hautnah das Leben auf dem Lande und in der Stadt, wie es sich vor hunderten von Jahren abspielte. 

Eine Stadtführung am Tag nach der Ankunft zeigte alles Sehenswerte - viel freie Zeit ermöglichte es den Mitreisenden, eigene Schwerpunkte für ihren Aufenthalt zu setzen. 

Jedoch war der gemeinsame Besuch des Pfefferkuchenmuseums - mit Backworkshop - geplant. Ein Tag des Aufenthalts wurde genutzt, um in das nahe gelegene Bydgoszcz/Bromberg zu fahren. 

Die achtgrößte Stadt Polens hat neben etlichen sehenswerten Kirchen auch Speicherhäuser aus Fachwerk, eine Mühleninsel mit einer historischen Münzprägeanstalt sowie eine Philharmonie und ein Konzerthaus. Die Reisenden besuchten in der Neuen Oper das Ballett: „Sommernachtstraum“. 

Der Vorsitzende des Vereins, Peter Plümer, hat schon etliche Reisen für den Verein sowie auch Reisen für befreundete Vereine organisiert. "Die Fahrt war mit über 700 km eine kleine Herausforderung, aber die Mühe lohnte sich", so Plümer. Er ist selbst zur Vorbereitung der Reise schon 3 mal in Thorn und Bromberg gewesen - die ursprünglich schon für 2020 vorgesehene Reise wurde nun nachgeholt. "Ich wollte die Reise unbedingt durchführen - es ist ein kultureller Knaller für alle Liebhaber historischer Altstädte", so Plümer.

Heideblütenfest

Das Heideblütenfest 2024 war ohne Zweifel der „Kracher“. Traumwetter, ein Festumzug, wie es ihn schon sehr lange nicht mehr gab, bestens gelaunte Festbesucher an allen vier Tagen und ein rundum gelungenes Bühnenprogramm. Wie jedes Jahr erwarteten wir unsere Gäste aus der Partnerstadt und freuten uns sehr, eine sechsköpfige Delegation aus Barlinek bei uns begrüßen zu dürfen. Diesmal war es jedoch anders als sonst: nicht lauter „Offizielle“ besuchten uns, sondern die Ratsfrau Alicja K. kam gemeinsam mit ihrem Mann Pavel und ihren beiden Söhnen nach Schneverdingen, natürlich in Begleitung der Waldkönigin Dominica und ihrer Ehrendame Weronika. 

Die Gruppe interessierte sich aber nicht nur für das Heideblütenfest, sondern auch für… TENNIS. Nachdem bereits die neu gewählte Bürgermeisterin Bernada Lewandowska beim Stadtfest in Barlinek angedeutet hat, dass der Tennisverein Barlinek sich eine Verbindung mit Schneverdingen wünscht, gab es nun konkrete Gespräche auf der Tennisanlage in Schneverdingen. Die Vereine werden sehen, ob sie Spaß daran haben, im Erwachsenen-Bereich oder auch im Jugendbereich Begegnungen zu organisieren. 

Samstag besuchte die Gruppe den Walsroder Vogelpark – abends fand das traditionelle Essen mit der Bürgermeisterin statt und anschließend stürzte sich die Gruppe ins Getümmel. Die neue Laser-Show an der Sonnenuhr beeindruckte ebenso wie die Musikzüge und Fakelträger, die den Umzug dorthin und wieder zurück in die Innenstadt begleiteten. 

Der Ratssaal im Rathaus wird in 2024 saniert – so fand der Empfang am Sonntag im Foyer des Rathauses statt, was der guten Stimmung der etwa 100 geladenen Gäste keinen Abbruch tat. Der Festumzug mit seinen 8 Musikzügen und 32 „Bildern“ begeisterte unsere Gäste sehr. Aus Prenzlau, der zweiten deutschen Partnerstadt von Barlinek waren vom Team Schwanenkönigin Philomena U. und die Ehrendame Miree angereist, da die Schwanenkönigin selbst leider verhindert war. 

Gemeinsam saßen die Majestäten in einer Kutsche im Festumzug. Das Festspiel handelte von „Biene Maja“; es gab viel zu lernen über Insekten, über Kameradschaft, Freundschaft und die Möglichkeit, dass aus Feinden friedliche Gesellen werden. Beim Empfang der Heidekönigin auf der Rathaustreppe gab es ebenso viele Dankesworte wie beim abschließenden Galaessen im Alten Krug, wo die Majestäten gegenseitig Geschenke überreichten. 

Einmal mehr zeigte sich, wie wichtig es für die Städtepartnerschaft ist, die Feste in den Städten für Begegnung zu nutzen: tausende von Schneverdingern sehen die Verbundenheit zwischen den Partnerstädten, die sich durch gemeinsame Traditionen ebenso entwickelt hat wie durch Gastfreundlichkeit und die Entwicklung von Begegnungsprojekten. Tennis als Raum für Begegnungen – geplant beim Heideblütenfest – und ein Familienbesuch, bei dem sich die Gäste wie alte Freunde fühlten: so soll Städtepartnerschaft sein.

Stadtfest in Barlinek
 

Traditionsveranstaltung in Barlinek 
lädt jedermann ein

 

Jedes Jahr im Juni feiert Barlinek ein Stadtfest, das sich um alte Geschichten und Bräuche rangt. 

Auf mehreren Bühnen präsentieren sich Tanzgruppen und Musikgruppen. Feierlicher Höhepunkt ist der Samstagabend, wenn die neue Waldkönigin gekrönt wird. Die Waldkönigin ist Repräsentantin der Stadt und Botschafterin für den Tourismus und besucht jedes Jahr auch das Heideblütenfest in Schneverdingen.

 

Das Stadtfest in Barlinek ist eine sehr schöne Veranstaltung und besonders die Mitglieder der DPG Schneverdingen sind eingeladen, das Fest zu besuchen. Hotelaufenthalte in Barlinek sind nicht teuer, falls man keine Bekannten hat, bei denen man übernachten könnte. Bei der Organisation sind wir gern behilflich. In 2025 wird das Stadtfest vom 04.-06.07.2025 stattfinden, zwei Wochen später als dies traditionell immer der Fall war. Ein neues Konzept soll die Veranstaltung bereichern

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.