Unsere Partnerstadt Barlinek

Zu der polnischen Stadt Barlinek (ehemals Berlinchen) in der Westpommern Wojewodschaft (ehemals Kreis Soldin) pflegt Schneverdingen seit 1993 eine aktive Partnerschaft. Die Partnerschaftsurkunde wurde in einer feierlichen Ratssitzung am 14.06.1993 in Schneverdingen durch den damaligen Bürgermeister Dieter Möhrmann und den damaligen Stadtdirektor Michael Becker, von der Stadt und Gemeinde Barlinek durch den Vorsitzenden des Stadtrates, Herrn Ryszard Wisniak und den Bürgermeister, Herrn Jozef Wawrzyniak unterzeichnet.

Um die Partnerschaft mit Leben auszufüllen, wurde am 15.03.1995 die Deutsch-Polnische Gesellschaft Schneverdingen e. V. gegründet. 
Auf polnischer Seite fand im Gegenzug die Gründung einer Polnisch-Deutschen Gesellschaft statt. Zahlreiche Begegnungen haben seither stattgefunden. Waren es zunächst gegenseitige Besuche der „Offiziellen“, wurde die Partnerschaft zunehmend durch Kontakte auf der Ebene der Vereine und Schulen bereichert.

Wissenswertes über Barlinek

Die Stadt- und Landgemeinde Barlinek, mit deutschem Namen Berlinchen, befindet sich im Süden der Woiwodschaft Westpommern und hat insgesamt ca. 18 400 Einwohner sowie eine Fläche von 258,77 Quadratkilometern.
Etwa 13.000 Einwohner leben in der Stadt, die weiteren ca. 5.400 Einwohner leben in den 20 Dörfern rings um die Stadt. Der Ort liegt am Nordufer des Berlinchener Sees (Nipperwitzsee) im Tal des Flusses Plöne in einer Hügel- und Seenlandschaft. Die nächste größere Stadt ist Gorzów und befindet sich 30 Kilometer südlich von Barlinek.

Geschichte

Wahrscheinlich ließen sich hier schon früh die ersten Siedler nieder. 
Zum ersten Mal wurde Barlinek jedoch in einer Urkunde vom 25. Januar 1278 erwähnt, in der Marktgraf Otto V. dem Müller Toyte die Gründung der Stadt „Nova Berlyn“ befahl. 
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt durch Brände, die Wirren des Dreißigjährigen Krieges und Pestepidemien immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Erst mit der Gründung des Preußischen Königreiches im Jahr 1701 wendete sich ihre Lage zum Besseren. 
Die Stadt profitierte sehr vom Wachstum der Bevölkerung und den guten Wirtschaftsbedingungen, zum Beispiel durch das neu etablierte Tuchmacherhandwerk und die regelmäßigen Wochenmärkte. Erneute Rückschläge erlitt Berlinchen aufgrund des Siebenjährigen Krieges, der eine längere Besetzung durch russische Truppen mit sich brachte. Zusätzlich wurde die Stadt wegen der Napoleonischen Kriege Anfang des 19. Jahrhunderts zur Durchmarschstation für die französischen Truppen. Nach dem Wiener Kongress von 1815 stabilisierte sich die politische Lage allerdings wieder. 
Bald konnte Berlinchen ein reges Handwerkstreiben aufweisen, für das über 200 Meister, zumeist aus dem Brauerei- und Tuchmachergewerbe sorgten. Weiteren Fortschritt brachten im Jahr 1860 der Ausbau der Straßenverbindung nach Landsberg sowie die Eröffnung der Eisenbahnlinie von Soldin nach Arnswalde im Jahr 1893. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde eine öffentliche Wasserleitung und Kanalisation verlegt. Im Jahr 1920 wurden die Einwohner schließlich mit Gas und Elektrizität versorgt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Berlinchen zu einem regionalen Handels- und Industriezentrum entwickelt und war 1921 die zweitgrößte Stadt im Landkreis. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Berlinchen unter polnische Verwaltung und erhielt den Namen Barlinek.

Natur

Aufgrund seiner landschaftlich reizvollen Lage war Barlinek einst ein bekannter Kurort, der „Perle der Neumark“ genannt wurde. 
Auch heute hat der Ort seinen touristischen Charakter nicht verloren. Reine Luft, Seen, Wälder, Rad- und Spazierwege ziehen seit vielen Jahren Aktivtouristen nach Barlinek. 80% der Gemeinde Barlinek gehören zum im Jahre 1991 eingerichteten Barlinek-Gorzów Landschaftspark, der ein hervorragendes Gebiet für Wander-,Rad-, Reit-, Wasser- und Angeltouristen ist. 
Der Park umfasst 75 malerisch gelegene Seen und beheimatet seltene Pflanzen- und Tierarten, wie beispielsweise den Seeadler.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten

  • Kirche des Unbefleckten Herzens Mariens (gotisch)
  • Stadtmauer
  • Bürgerhäuser
  • St.-Bonifatius-Kirche (20. Jahrhundert)
  • Stadtmuseum

Veranstaltungen

Neben der bezaubernden Natur mit seinen Seen und den kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet Barlinek seinen Besuchern zahlreiche kulturelle und sportliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel:

  • den Zeramischen Markt am 1.Mai
  • die Barlinektage im Juni, an denen auch jedes Jahr die neue Waldkönigingekrönt wird
  • das Emanuel-Lasker-Schachfestival
  • den Barlineker Theater-Sommer
  • eine Segelregatta
  • Meisterschaften im Mountainbiking

Die Chronik von Barlinek

Wie jede Stadt hat auch Barlinek eine Jahrhunderte alte Geschichte, die auch durch die wechselvolle Geschichte des Landes insgesamt geprägt war. Auf dem Heimathof in Schneverdingen befindet sich eine Chronik über Barlinek, aus der wir Ihnen gerne wesentliche Teile über diese Homepage zugänglich machen möchten.

Partnerstadt Barlinek - 
alte Ansichten

Historische Dokumente, insbesondere Bilder einer Stadt, machen die wechselvolle Geschichte deutlich. Menschen lebten, arbeiteten und prägten durch ihre Kunst und Kultur die Stadt und die Umgegend, in der sie lebten.

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alte Postkarten

Die Postkarte ist Ausdruck der touristischen Wertschätzung - und da Barlinek zu allen Zeiten durch seine wunderschöne Landschaft als Erholungsort beliebt war, gab es von dort zahlreiche Postkarten. Einige Postkarten aus früheren Zeiten sind hier zu sehen. 

Werbeprospekte und touristische Landkarten

Wenn man sich wünscht, dass Touristen das Geschäft beleben, so muss man dafür werben. Das war zu jeder Zeit so und daher gibt es auch aus dem Anfang des vorherigen Jahrhunderts Prospekte, die nach Barlinek einluden. Sehen Sie selbst

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